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Verhütung

Verhütung leicht gemacht

Wie verhüte ich richtig? Diese Frage beschäftigt Frauen während ihrer 35 fruchtbaren Jahre immer wieder neu. Dabei gibt es keine optimale Lösung, die für alle passt. Aber das Gute ist: Es gibt viele verschiedene Verhütungsmethoden aus der Frau wählen kann.

Mutter Natur hat sich viel einfallen lassen, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Eine Frau im gebärfähigen Alter ist jeden Monat sieben Tage lang empfängnisfähig. Ohne Verhütung würden statistisch gesehen 85 von 100 Frauen im Laufe eines Jahres schwanger. Und: Funktionierende Verhütung gab es den Großteil der Menschheitsgeschichte hindurch nicht. Frauen wurden oft gegen ihren Willen schwanger. Die Einführung der Anti-Baby-Pille in den 1960er Jahren war deshalb ein Befreiungsschlag für das weibliche Geschlecht. Mit der Einnahme der Pille konnte Frau endlich selber entscheiden, wann und mit wem sie ein Kind bekommt. Die Anti-Baby-Pille ist immer noch die häufigste Verhütungsmethode bei deutschen Frauen. Aber bei weitem nicht die Einzige.

Hormonimplantat, Pille, 3-Monats-Spritze – es gibt heute mehr als ein Dutzend Möglichkeiten zu verhindern, dass Spermien die Eizelle der Frau befruchten. Um zu entscheiden, welche Methode am besten passt, muss sich jede Frau über ihre persönlichen Bedürfnisse klar werden. Lebe ich in einer festen Beziehung oder habe ich unregelmäßig und nur gelegentlich Sex? Wann möchte ich schwanger werden? Wie geregelt ist mein Tagesablauf und wie vergesslich bin ich? Reagiere ich unverträglich auf bestimmte Stoffe?

Hormone beeinflussen den weiblichen Zyklus

Auf der Basis dieser Fragen, kann Frau dann entscheiden: Will ich hormonell oder mechanisch verhüten? Bei hormonellen Methoden wird der weibliche Zyklus durch die Einnahme von Hormonen beeinflusst. Hier ist als erstes die Anti-Baby Pille zu nennen. Sie muss täglich zu einem festen Zeitpunkt eingenommen werden und enthält die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung. Die Pille gilt bei korrekter Anwendung als eines der sichersten Mittel gegen unbeabsichtigte Empfängnis. Nur 3 von 1000 Frauen, die mit der Pille ein Jahr lang verhüten, werden (bei idealer Anwendung) im Laufe eines Jahres schwanger. Allerdings ist bei der Einnahme der Pille Disziplin gefragt: Wer vergesslich ist, oft Antibiotika zu sich nehmen muss oder oft an Verdauungsbeschwerden leidet, für den ist die Pille nichts.

Auch ein Hormonimplantat wirkt auf den Hormonhaushalt der Nutzerin. Es ist ein kleines Stäbchen, das vom Arzt direkt unter die Haut des Oberarms gelegt wird und dann kontinuierlich geringe Mengen Hormone abgibt und so den Eisprung hemmt. Das Implantat ist eines der sichersten Verhütungsmittel- genauso wie die Hormonspirale. Sie sieht aus wie ein kleiner Anker und wird für drei oder fünf Jahre in die Gebärmutter eingesetzt. Auch mit Hilfe einer Spritze, einem Verhütungsring oder einem Pflaster kann Frau hormonell verhüten. Dabei heißt es dann aber: Nicht vergessen, dass Pflaster auszutauschen oder den Verhütungsring rechtzeitig zu wechseln!

Frau kann auch natürlich verhüten

Neben den hormonellen existieren die mechanischen Methoden. Dabei werden Spermien durch eine Barriere daran gehindert, bis zur Eizelle vorzudringen. Der Vorteil: Der natürliche weibliche Zyklus bleibt erhalten. Eine sehr sichere, aber endgültige mechanische Verhütungsmöglichkeit ist die Sterilisation. Dabei werden die Eileiter abgebunden oder Teile herausgeschnitten. Wer sich die Möglichkeit einer Schwangerschaft erhalten möchte, für den kann die Kupferspirale eine gute Möglichkeit der Empfängnisverhütung sein. Sie wird je nach Version für drei, fünf oder sogar zehn Jahre in die Gebärmutter eingesetzt. Das Kondom, eine dünne Hülle aus vulkanisiertem Kautschuk, wird dagegen beim Sex über den Penis gezogen und schützt nicht nur vor Schwangerschaft, sondern auch vor vielen sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV oder Hepatitis C. Verhütung geht aber auch ganz natürlich: Nämlich indem Frau jeden Tag ihre Körpertemperatur oder die Schleimstruktur ihrer Vagina untersucht und dabei Rückschlüsse auf ihre Empfängnisbereitschaft zieht. Das funktioniert aber nur, wenn der Zyklus und der Tagesablauf der Frau regelmäßig ist und sie sehr zuverlässig und sorgsam misst.

Jede Frau hat also die Qual der Wahl bei der besten Verhütungsmethode. Ein Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt kann im Methodendschungel Orientierung geben.

 

Dr. Julia Maria Egleder ist froh, dass jede Frau heute selbst bestimmen kann, wann sie schwanger wird.

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Mutter Natur hat sich viel einfallen lassen, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Eine Frau im gebärfähigen Alter ist jeden Monat sieben Tage lang empfängnisfähig. Ohne Verhütung würden statistisch gesehen 85 von 100 Frauen im Laufe eines Jahres schwanger. Und: Funktionierende Verhütung gab es den Großteil der Menschheitsgeschichte hindurch nicht. Frauen wurden oft gegen ihren Willen schwanger. Die Einführung der Anti-Baby-Pille in den 1960er Jahren war deshalb ein Befreiungsschlag für das weibliche Geschlecht. Mit der Einnahme der Pille konnte Frau endlich selber entscheiden, wann und mit wem sie ein Kind bekommt. Die Anti-Baby-Pille ist immer noch die häufigste Verhütungsmethode bei deutschen Frauen. Aber bei weitem nicht die Einzige.

Hormonimplantat, Pille, 3-Monats-Spritze – es gibt heute mehr als ein Dutzend Möglichkeiten zu verhindern, dass Spermien die Eizelle der Frau befruchten. Um zu entscheiden, welche Methode am besten passt, muss sich jede Frau über ihre persönlichen Bedürfnisse klar werden. Lebe ich in einer festen Beziehung oder habe ich unregelmäßig und nur gelegentlich Sex? Wann möchte ich schwanger werden? Wie geregelt ist mein Tagesablauf und wie vergesslich bin ich? Reagiere ich unverträglich auf bestimmte Stoffe?

Hormone beeinflussen den weiblichen Zyklus

Auf der Basis dieser Fragen, kann Frau dann entscheiden: Will ich hormonell oder mechanisch verhüten? Bei hormonellen Methoden wird der weibliche Zyklus durch die Einnahme von Hormonen beeinflusst. Hier ist als erstes die Anti-Baby Pille zu nennen. Sie muss täglich zu einem festen Zeitpunkt eingenommen werden und enthält die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung. Die Pille gilt bei korrekter Anwendung als eines der sichersten Mittel gegen unbeabsichtigte Empfängnis. Nur 3 von 1000 Frauen, die mit der Pille ein Jahr lang verhüten, werden (bei idealer Anwendung) im Laufe eines Jahres schwanger. Allerdings ist bei der Einnahme der Pille Disziplin gefragt: Wer vergesslich ist, oft Antibiotika zu sich nehmen muss oder oft an Verdauungsbeschwerden leidet, für den ist die Pille nichts.

Auch ein Hormonimplantat wirkt auf den Hormonhaushalt der Nutzerin. Es ist ein kleines Stäbchen, das vom Arzt direkt unter die Haut des Oberarms gelegt wird und dann kontinuierlich geringe Mengen Hormone abgibt und so den Eisprung hemmt. Das Implantat ist eines der sichersten Verhütungsmittel- genauso wie die Hormonspirale. Sie sieht aus wie ein kleiner Anker und wird für drei oder fünf Jahre in die Gebärmutter eingesetzt. Auch mit Hilfe einer Spritze, einem Verhütungsring oder einem Pflaster kann Frau hormonell verhüten. Dabei heißt es dann aber: Nicht vergessen, dass Pflaster auszutauschen oder den Verhütungsring rechtzeitig zu wechseln!

Frau kann auch natürlich verhüten

Neben den hormonellen existieren die mechanischen Methoden. Dabei werden Spermien durch eine Barriere daran gehindert, bis zur Eizelle vorzudringen. Der Vorteil: Der natürliche weibliche Zyklus bleibt erhalten. Eine sehr sichere, aber endgültige mechanische Verhütungsmöglichkeit ist die Sterilisation. Dabei werden die Eileiter abgebunden oder Teile herausgeschnitten. Wer sich die Möglichkeit einer Schwangerschaft erhalten möchte, für den kann die Kupferspirale eine gute Möglichkeit der Empfängnisverhütung sein. Sie wird je nach Version für drei, fünf oder sogar zehn Jahre in die Gebärmutter eingesetzt. Das Kondom, eine dünne Hülle aus vulkanisiertem Kautschuk, wird dagegen beim Sex über den Penis gezogen und schützt nicht nur vor Schwangerschaft, sondern auch vor vielen sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV oder Hepatitis C. Verhütung geht aber auch ganz natürlich: Nämlich indem Frau jeden Tag ihre Körpertemperatur oder die Schleimstruktur ihrer Vagina untersucht und dabei Rückschlüsse auf ihre Empfängnisbereitschaft zieht. Das funktioniert aber nur, wenn der Zyklus und der Tagesablauf der Frau regelmäßig ist und sie sehr zuverlässig und sorgsam misst.

Jede Frau hat also die Qual der Wahl bei der besten Verhütungsmethode. Ein Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt kann im Methodendschungel Orientierung geben.

 

Dr. Julia Maria Egleder ist froh, dass jede Frau heute selbst bestimmen kann, wann sie schwanger wird.

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