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Gesundheit

Scheidentrockenheit

Gerade Frauen ab den Wechseljahren leiden häufig unter einer trockenen Scheide. Doch es gibt viele Möglichkeiten, hier Abhilfe zu schaffen. Der Gang zum Gynäkologen ist der erste wichtige Schritt.

Die Scheide einer Frau ist nicht immer gleich feucht. Wie viel Sekret abgesondert wird und welche Konsistenz dieses hat, hängt von vielen Faktoren ab. Vor der Menopause ist die Zyklusphase mit ausschlaggebend. Gerade kurz vor Einsetzen der Periode klagen viele Frauen unter extremen Feuchtigkeitsmangel. Im Gegenzug sorgen die Tage vor dem Eisprung dafür, dass die Vagina gleitfähig ist.

Wenn der Östrogenspiegel sinkt

Eine feuchte Vaginalhaut ist also etwas ganz Normales und ein selbstverständlicher Teil der Fertilität und Weiblichkeit. Doch mit den Wechseljahren ändert sich das häufig. Jede zweite Frau ist nach der Menopause von Feuchtigkeitsmangel in der Scheide betroffen. Die Folgen sind neben dem psychischen Leidensdruck sehr unangenehm: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Brennen und Jucken. Grund hierfür ist ein sinkender Östrogenspiegel. Die Schleimhäute sind nicht mehr so gut durchblutet und verlieren an Elastizität. Gleichzeitig wird weniger Vaginalsekret gebildet.

Außerdem erhöht sich für Frauen mit trockener Scheide das Risiko für Infektionskrankheiten, denn das natürliche Scheidensekret sorgt für ein ausgewogenes Milieu mit einem pH-Wert von 3,5 bis 4,5. Und solch ein saures Scheidenmillieu hindert Pilze oder schädliche Bakterien am Wachstum.

Den Arzt ins Vertrauen ziehen

Scheidentrockenheit ist unangenehm, kann jedoch gut behandelt werden. Am wichtigsten ist es, sich als Frau bewusst zu sein, dass es sich um keinen Verlust der Weiblichkeit handelt, sondern um eine ganz normale Begleiterscheinung der Wechseljahre, die auch viele andere Frauen kennen. Ein lustvolles und befriedigendes Sexleben und ein gesundes Scheidenmillieu ist mit einer Behandlung wieder möglich. Ob lokale Östrogenbehandlung, Lasertherpaie oder die orale Gabe von Hormonen – ihr Gynäkologe hat die individuell optimale Lösung.

Sophie Müller

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