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Eine einmalige Gelegenheit

Es gibt wohl kaum einen Moment, auf den sich Paare so intensiv vorbereiten wie auf die Geburt ihres Kindes. Ein neuer Mensch erblickt das Licht der Welt und wird von zwei Menschen mit bedingungsloser Liebe empfangen. Gleichzeitig geschieht in diesem Moment immer noch zu oft etwas unfassbar Trauriges: Die Nabelschnur des frisch zur Welt gekommen Babys wird im Klinikmüll entsorgt.

Die Nabelschnur ist das Organ, durch das das Ungeborene mit der Plazenta verbunden ist. Über diese Verbindung ist ein direkter Anschluss an den Blutkreislauf der Mutter gegeben und durch die Nährstoffversorgung kann das Baby heranwachsen, Knorpel, Knochen und sonstiges Gewebe bilden.

Gefüllt mit Stammzellen

In Blut und Gewebe der Nabelschnur befindet sich etwas, das für den neue Erdenbürger einmal das Wertvollste sein kann, was es gibt: Der Schlüssel zu einer Therapielösung für zahlreiche Erkrankungen. Die Rede ist von Stammzellen, die sich sowohl im Gewebe, als auch im Blut der Nabelschnur befinden. Das Blut in der Nabelschnur ist rein fetales Blut und enthält eine besonders hohe Konzentration an Immunzellen.

Stammzellen haben die Fähigkeit, sich selbst zu erneuern und entfalten damit ein enormes medizinisches Potenzial, das bisher noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Besonders wichtig: Die Entnahme nach der Geburt ist für Mutter und Kind völlig schmerz- und risikofrei.

Stammzellentransplantate können alternativ auch aus dem Knochenmark gewonnen werden. Und obwohl auf dem Gebiet der Stammzellentherapie noch viel zu erwarten ist, gibt es bereits solide Erfahrungswerte. Bereits 40.000 Mal wurde Nabelschnurblut zur Behandlung von etwa 80 Indikationen eingesetzt. Mehr als 25.000 Patienten konnten damit geheilt werden.

Bisher ist Nabelschnurblut offiziell nur als Arzneimittel für hämatopoetische Indikationen zugelassen, also zum Wiederaufbau der Blutbildung nach einer Hochdosis-Chemotherapie etwa nach einer Leukämie-Erkrankung. Aktuelle Studien zeigen, dass auch bei Autismus, Hirnschäden oder bei Herzfehlern mit Stammzellen therapeutische Erfolge erzielt werden können.

Einen besonders hohen Leidensdruck haben Patienten mit Autoimmunerkrankungen (zum Beispiel Multiple Sklerose oder Diabetes Typ I), von denen viele erst im Erwachsenenalter auftreten und die lebensbegleitend sind. Ziel einer Stammzellentherapie ist hier, die Autoimmunreaktion unter Kontrolle zu bekommen. Entzündungsreaktionen des Körpers sollen eingedämmt und damit die physische Kondition der Betroffenen verbessert werden.

Planung ist alles

Die Entscheidung, ob die Chance der Stammzelleneinlagerung genutzt wird, braucht etwas Vorbereitung. Rechtzeitig vor dem Geburtstermin sollte sie getroffen sein, da man zum Beispiel für die Entnahme ein spezielles Kit benötigt, welches die Eltern von der einlagernden Bank zugeschickt bekommen. Wichtig ist es, sich mit dem Personal im Kreißsaal auszutauschen, damit am Tag der Geburt alles so klappt, wie es soll. Denn an diesem Tag steht dann vor allem eines im Mittelpunkt: Die glücklichen Eltern ihr Kind in Armen – mit dem guten Gefühl, schon jetzt einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Babys getan zu haben.

Sophie Müller

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