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Klinische Studien - eine Behandlungsoption mehr

Ohne klinische Studien können keine neuen Medikamente oder Impfstoffe auf den Markt gebracht werden. Aber Studien sind nicht nur für die Forschung wichtig: Sie ermöglichen Patient:innen auch früher Zugang zu innovativen Therapien.

Frau Steiner, wieso brauchen wir überhaupt klinische Studien?

Sie sind die Brücke zwischen der Grundlagenforschung und dem medizinischen Versorgungsalltag. Nur wenn eine neue Therapie in klinischen Studien bewiesen hat, dass sie sicher und wirksam ist, kann sie zugelassen und für alle Patientinnen und Patienten zugänglich gemacht werden.

Und wie wird die Sicherheit der Patient:innen in klinischen Studien gewährleistet?

Bevor ein Wirkstoff überhaupt für Studien mit Patientinnen und Patienten in Frage kommt, wird er umfassend im Labor getestet, zum Beispiel an Zellkulturen. Als Unternehmen müssen wir diese In­formationen dann zusammen mit unserem geplanten Studiendesign bei Zulassungsbehörden und Ethikkommissionen einreichen. Erst nach deren Prüfung und Genehmigung dürfen wir mit einer klinischen Studie starten.

Die Behandlung der Teilnehmenden läuft dann relativ „normal“ ab – mit dem Unterschied, dass die Betreuung in aller Regel deutlich eng­maschiger ist. Je nach Studie und Erkrankung werden regelmäßige Bluttests, Röntgeaufnahmen oder andere medizinische Kontrollen durchgeführt. Wie bei jeder Behandlung können auch bei klinischen Studien unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Diese können jedoch in der Regel schnell erkannt und medizinisch kontrolliert werden.

Und wenn ich statt der neuen Therapie nur ein Placebo bekomme?

Klinische Studien werden immer so auf-gesetzt, dass jeder Teilnehmende mindestens so behandelt wird, wie der aktuelle Stand der medizinischen Versorgung ist. In einer Studie zu Brustkrebs beispielsweise würde eine Patientin eine etablierte Behandlung wie zum Beispiel eine Chemotherapie bekommen. Zusätzlich erhält sie die Chance von einer innovativeren Therapie zu profitieren. Die Patientin ist also niemals schlechter gestellt als bei einer „normalen“ Behandlung, sondern hat die Chance auf eine Besserstellung.

Sie haben schon viele Studienteilnehmer:innen kennengelernt. Warum machen die Menschen mit?

Das sind vor allem drei Gründe: Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs ist es für Patientinnen und Patienten häufig die Chance auf eine innovative Therapie oder eine zusätzliche Behand-lungsoption, um ihnen mehr Lebenszeit und Lebensqualität zu geben. Aber auch bei anderen Erkrankungen – wie etwa chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen – nehmen sie wegen der Chance auf eine neue Therapie teil. Denn nicht jede Therapie wirkt bei allen Menschen gleich gut beziehungsweise nicht jeder Mensch verträgt jede Therapie. Studien bedeuten auch für diese Personen eine weitere Behandlungsoption. Und nicht zuletzt möchten die Teilnehmenden ofmals Teil des medizinischen Fortschritts sein und mit ihrer Teilnahme an einer klinischen Studie und dem damit gewonnenen Erkenntnisgewinn zukünftigen Patientinnen und Patienten helfen.

Zögern trotzdem viele Menschen an Studien teil­ zunehmen?

Die Bereitschaft zu einer Teilnahme ist höher als viele denken: Eine Umfrage aus dem letzten Jahr zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen an einer Studie teilnehmen würde. Gleichzeitig sehen wir, dass viele Menschen nicht wissen, dass es klinische Studien gibt, wie sie ablaufen oder wie sie an einer teilnehmen können. Wir brauchen daher mehr Aufklärung für Patientinnen und Patienten und für ihre Angehörigen.

Wie kommt die Teilnahme an einer Studie in der Regel zustande?

In den allermeisten Fällen schlagen die behandelnde Arztin oder der behandelnde Arzt eine Studienteilnahme vor. Aber zunehmend recherchieren auch die Menschen selbst und sprechen das Thema selbst an. Das ist aber nicht ganz einfach, weil die offiziellen Studienregister Informationen für Behörden und medizinisches Personal zur Verfügung stellen. Wir haben daher eine eigene Webseite für unsere Studien aufgesetzt. Unter www.klinischestudien.org informieren wir in laiengerechter Sprache über unsere laufenden Studien, die Kriterien und geben weitere Informationen zur Studienteilnahme – zum Beispiel, welche wichtigen Fragen man sich im Vorfeld stellen sollte.

Mehr Informationen unter:
www.msd.de

Kontakt

MSD Sharp & Dohme GmbH
Levelingstraße 4a
81673 München

http://www.msd.de/

Anna Steiner, Director Klinische Forschung
bei MSD in Deutschland

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