Werbebeitrag Experteninterview
App als Gesundheitscoach: Digitale Unterstützung bei Brustkrebs
Prof. Dr. Pia Wülfing, die Gründerin von PINK! Coach – einem digitalen Begleiter bei Brustkrebstherapie und Nachsorge –erklärt, warum das ärztlich geführte Online-Angebot für Frauen mit Brustkrebs so wichtig ist. Betroffene und Angehörige erhalten in ihrer schwierigen Situation spezielle Unterstützung durch Informationen, Kurse, die Community und einen Kongress.
Frau Prof. Dr. Wülfing, welchen Back ground haben Sie als Gründer in von PINK! Coach, und wie kam es zu der Idee?
Ich bin seit über 25 Jahren Gynäkologin und habe 20 Jahre in zwei großen Brustzentren gearbeitet. In der Unifrauenklinik Münster habe ich das Brustzentrum mit aufgebaut und dann zehn Jahre lang die Onkologie hier in Hamburg am größten deutschen Brustzentrum geleitet. Patientinnen fragten immer wieder nach einem Online-Angebot mit Informationen. Nach dem Podcast und der Webseite pink-brustkrebs.de entstand dann die App PINK! Coach.
Wie unterstützt die App Brustkrebspatientinnen im Alltag?
PINK! Coach begleitet die Patientinnen täglich. Die App basiert auf einem verhaltenstherapeutischen Konzept mit Tageszielen aus den drei Bereichen Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit. Patientinnen können sich an diesen individualisierten Tageszielen, die das Alter, den Allgemeinzustand und die Therapiesituation berücksichtigen, orientieren und diese gezielt „abarbeiten“. Zudem werden sie durch verständlich aufbereitete und sortierte Informationen geführt, so dass sie zu Expertinnen ihrer Erkrankung werden und gut überlegte Entscheidungen treffen können.
Wie funktioniert die Nutzung von PINK! Coach von der Verschreibung bis zur Aktivierung?
Wir sind eine App auf Rezept – Ärzt/-innen je der Fachrichtung und Psychotherapeut/-innen können PINK! Coach verordnen. Nicht nur für drei Monate, da gibt es kein Limit. Es muss die Diagnose Brustkrebs vorliegen und eine mindestens leichte psychische Belastung. Das Rezept reicht man bei der Krankenkasse ein, die dann einen Freischaltcode sendet. Dann lädt man sich die App aus dem App Store oder Google Play Store auf das Handy und kann sie gleich nutzen.
Wie unterscheidet sich PINK! Coach von anderen digitalen Angeboten?
Wir sind eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA), also ähnlich wie eine Medikamentenzulassung, vom Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzneimittel (BfArM) intensiv geprüft und zugelassen. Wir mussten Studien durchführen, die einen medizinischen Nutzen der App nachweisen. Zudem ging es um Datenschutz und -sicherheit, Barrierefreiheit, Usability, Aktualität und Qualität des vermittelten Wissens. Das ist die höchste Güteklass der Qualitätssicherung. Bei anderen Gesundheits- oder Medizin-Produkt-Apps weiß die Patientin oft nicht, was mit ihren Daten passiert und ob die Inhalte aktuell und zutreffend sind, beziehungsweise ihr selbst überhaupt etwas bringen.
Gibt es noch weitere Angebote im PINK! Kosmos?
Ja, neben Infos im Newsletter und auf Social Media gibt es in der App ein Community-Funktion, mit der Patientinnen sich vernetzen können. Wir haben die Webinarreihe „Frag doch mal PINK!“ mit Expert/-innen verschiedener Fachrichtungen und einen psycho-onkologischen Online-Kurs PINK! Leben, bei dem es darum geht, Sorgenschleifen zu durchbrechen, zu Kraftquellen und innerer Ruhe zu finden.
Am 21. November findet der vierte PINK! Kongress DIGITAL statt. Was erwartet die Teilnehmenden dort?
Der Kongress für Brustkrebspatientinnen und Angehörige ist kostenfrei online zugänglich. Einmal im Jahr streamen wir sechs Stunden live aus dem Studio in Hamburg aktuelles Wissen zahlreicher Experte/-innen – auch aus den Bereichen Ernährung, Sport, Psycho-Onkologie und Neurowissenschaft. Jede kann sich aus dem Programm die Themen herauspicken, die sie interessieren, aber auch live oder im Chat mit den Expert/-innen Fragen stellen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft in der Gesundheitsversorgung von Frauen mit Brustkrebs
Ich hoffe auf gute, seriöse digitale Angebote, die kein Geschäft mit der Angst der Patientinnen machen, sondern jeden Tag im Alltag wirklich weiterhelfen. Außerdem sollte in den Sprechstunden bei Klinik- und Praxisbesuchen Raum sein für das individuelle Gespräch zwischen Ärzt/-in und Patientin. Es braucht wieder ein bisschen mehr Zeit für das menschliche Miteinander.
Anmeldung zum Kongress unter:
www.kongress.pink-brustkrebs.de
Mehr Informationen unter:
http://www.pink-brustkrebs.de/aktiv-gegen-brustkrebs/pink-coach
Kontakt
PINK gegen Brustkrebs GmbH
Poststraße 20
20354 Hamburg
Prof. Dr. Pia Wülfing, Foto: Zitzlaff Photography