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Starke Perioden lindern

Elke, 50 Jahre, wurde aufgrund ihrer starken Regelblutungen eine Gebärmutterentfernung empfohlen. Sie entschied sich für eine Endometriumablation, die Verödung der Gebärmutterschleimhaut, und ist heute beschwerdefrei.

WIE LANGE HABEN SIE UNTER DIESEN STARKEN REGELBLUTUNGEN GELITTEN, UND WIE HAT DAS IHREN ALLTAG BEEINFLUSST?

Schon meine erste Periode mit 13 Jahren war sehr stark und schmerzhaft. Mit 16 Jahren habe ich dann die Pille genommen, die die Beschwerden lindern sollte. Doch der Effekt blieb aus. Nach meiner Schwangerschaft besserte sich die Situation kurz, aber mit dem Beginn der Wechseljahre kehrten die heftigen Beschwerden zurück. Vor etwa vier Jahren wurde es massiv. Ich musste stündlich zur Toilette, Tampons reichten nicht mehr aus, und ich hatte ständig Angst, mit heller Hose bei der Arbeit aufzustehen. Der permanente Druck, immer eine Toilette in der Nähe zu wissen, schränkte mich extrem ein. Spontane Aktivitäten mit meiner Tochter, wie Schwimmen gehen, waren einfach nicht möglich. Das alles war nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belastend.

KONNTEN SIE MIT JEMANDEM IN IHREM UMFELD ÜBER DIE BESCHWERDEN SPRECHEN?

Mit meiner engsten Freundin schon, sie hat ja gesehen, dass ich leide. Auch meine Kolleg:innen haben es mitbekommen. Aber über so etwas redet man nicht mit jedem. Mein Rat: Frühzeitig ärztliche Unterstützung suchen und dort alles offen ansprechen. Meiner Tochter würde ich genau das sagen: Lass dich untersuchen, und schau, was man tun kann.

WARUM HABEN SIE SICH GEGEN DIE GEBÄRMUTTERENTFERNUNG UND FÜR DIE ENDOMETRIUMABLATION ENTSCHIEDEN?

Meine Gynäkologin hatte mir zunächst eine Gebärmutterentfernung empfohlen, dazu war ich einfach noch nicht bereit. Mögliche Folgen wie eine Blasenabsenkung haben mich abgeschreckt. Als die Blutungen unerträglich wurden, stellte ich mich erneut in der Klinik vor. Die Oberärztin hat gemeinsam mit mir beide Optionen abgewogen und die Endometriumablation mit Netzelektrode, auch Goldnetz-Methode, empfohlen – mit der Sicherheit: Wenn es nicht hilft, bleibt noch die Gebärmutterentfernung.

WIE LIEF DER EINGRIFF AB, UND WAS WAREN FÜR SIE PERSÖNLICH DIE VORTEILE?

Der minimal-invasive Eingriff dauerte nur etwa 20 Minuten, hinterließ keine Narben, und nach fünf Tagen war ich wieder voll arbeitsfähig. Bei einer Gebärmutterentfernung wäre ich vier Wochen ausgefallen. Im Nachhinein bin ich so zufrieden mit der Entscheidung, dass eine Gebärmutterentfernung überhaupt kein Thema mehr ist. Ich hatte nach der OP sofort keine Beschwerden mehr.

WIE WAR DIE GENESUNG NACH DEM EINGRIFF, UND WIE GEHT ES IHNEN HEUTE?

Die Genesung verlief sehr schnell. Nach dem Eingriff verspürte ich lediglich ein leichtes Ziehen, am nächsten Tag fühlte ich mich schon wieder topfit. Ich habe keine Blutungen mehr, was ich wunderbar finde. Ich bin jetzt seit anderthalb Jahren beschwerdefrei.

WAS WÜRDEN SIE ANDEREN FRAUEN RATEN, DIE IN EINER ÄHNLICHEN SITUATION SIND?

Nicht so lange warten wie ich! Wer merkt, dass die Blutungen zu stark sind, sollte sich frühzeitig untersuchen lassen und dann eine informierte Entscheidung treffen. Die ärztliche Beratung und die eigene Recherche ergänzen sich dabei, ob über das Internet, soziale Medien oder andere Quellen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat mir geholfen. Aber mein wichtigster Rat ist: Früher reagieren!

WANN SOLLTEN SIE MIT IHRER ÄRZTIN ODER IHREM ARZT SPRECHEN?

• Wenn Sie Tampons oder Binden stündlich wechseln müssen
• Wenn starke Blutungen Ihren Alltag einschränken
• Wenn Sie sich erschöpft oder antriebslos fühlen

Schreiben Sie uns!